Online Casino Österreich

Glücksspiel und Casinos haben in Österreich eine lange Tradition. Aber auch online wird immer häufiger gespielt. Dabei ist die rechtliche Lage in der Alpenrepublik bezüglich Online Glücksspiel reichlich verzwickt.

Wir möchten hier auf die Geschichte des Glücksspiels in Österreich eingehen, auf die aktuelle Lage, gerade was Online Glücksspiel betrifft und auch, was in Zukunft zu diesen Themen zu erwarten ist.

Eine kurze Geschichte des österreichischen Glücksspiels

Gespielt wurde in Österreich eigentlich schon immer. Wie im Rest von Europa waren im Mittelalter vor allem Karten- und Würfelspiele beliebt, aber auch bei Geschicklichkeitsspielen, etwa Kegeln, wurde so manche Münze verwettet.

Legalisiert wurde das Glücksspiel bereits zu Kaiserzeiten. So wurden schon im 17. Jahrhundert die ersten Konzessionen an Spielhäusern vergeben, welche dem Staat gute Einnahmen bescherten. Unter Maria Theresia wurden zum Beispiel 1747 zur Unterstützung der kaiserlichen Hofoper spezielle Erlaubnisse zur Abhaltung von Glücksspielen vergeben. Mit den Einnahmen wurde dem defizitären Hofburgtheater unter die Arme gegriffen.

Damals spielte man vor allem verschiedene Karten- und Würfelspiele in den Spielbanken und Kaffeehäusern. 1787 erließ der österreichische Kaiser Joseph II das erste österreichische Lotteriepatent und führte so Lotto offiziell in Österreich ein. Gerade bei den unteren Schichten wurde das sogenannte 'Lotto di Genova' schnell beliebt. Auch heute noch werden bei Lotto 6 aus 45 in Österreich jede Woche Millionen umgesetzt.

1913 wurde schließlich die österreichische Klassenlotterie geschaffen, welche auch heute noch veranstaltet wird. 1948 wurde das Sport-Toto eingeführt, ein weiterer Grundpfeiler der modernen österreichischen Glücksspiellandschaft. Ein fixer Teil der Einnahmen kam von Anfang an der österreichischen Sporthilfe zu Gute.

Die aktuelle gesetzliche Lage

Heute herrscht in Österreich ein Glücksspielmonopol. Damit dürfen nur Anbieter mit staatlicher Lizenz ihre Spiele um echtes Geld anbieten. In Österreich ist das die Casino Austria AG (CASAG), an der der österreichische Staat mit 33 % beteiligt ist. Das Unternehmen betreibt in Österreich 12 Spielbanken und ist auch Eigentümer der Online Casino und Glücksspiel Plattform Win2Day.at.

Win2Day ist der einzige Online Glücksspiel Betreiber mit einer österreichischen Lizenz. Als solche ist es die einzige Online Plattform, welche laut österreichischem Recht Echtgeld Casino Spiele legal in Österreich anbieten darf. Die Plattform bietet unter anderem Online Casino Spiele an, einen eigenen Online Poker Raum sowie verschiedene Lotteriespiele und Rubbellose.

Casinos, sowohl online als auch offline, unterliegen also dem Glücksspielmonopol. Eine Ausnahme sind jedoch Sportwetten, da diese laut österreichischem Recht nicht als Glücksspiel eingestuft werden. Demensprechend gibt es in fast jeder größeren Stadt spezielle Sport-Kaffees und Bars mit Annahmestellen für Sportwetten. Gewettet wird dabei vor allem auf Fußball, aber auch auf Pferderennen.

Auch das sogenannte kleine Glücksspiel, also Automatenspiele um einen geringen Einsatz, wird in Österreich anders geregelt und ist Sache der Bundesländer. In einigen Bundesländern ist das kleine Glücksspiel erlaubt und man kann Automatenspiele in zahlreichen Bars, Kneipen, Tankstellen und Geschäften finden. Diese Regelung ist jedoch sehr umstritten.

Online Casinos in Österreich

Auch wenn der österreichische Staat auf sein Glücksspielmonopol pocht, ist die gesetzliche Lage nicht ganz so eindeutig. Grund dafür ist der Grundsatz der Dienstleistungsfreiheit innerhalb der EU. Das bedeutet, dass ein Unternehmen, welches seine Dienste in einem EU Land anbieten darf, automatisch dazu auch in allen anderen EU Ländern berechtigt ist.

Laut dieser Auffassung dürfte also ein Online Casino mit einer Glücksspiellizenz aus einem EU Land seine Spiele auch in Österreich anbieten. Tatsächlich bieten Hunderte Online Casinos mit EU Lizenz ihre Echtgeld Casino Spiele auch für österreichische Spieler an.

Bei der Auswahl sollte man aber immer darauf achten, dass das Casino wirklich über eine Lizenz eines EU Mitgliedslandes verfügt. Lizenzen aus Malta, Gibraltar oder Großbritannien sind mehr als ausreichend und genießen einen guten Ruf. Casinos mit Lizenzen aus Karibikstaaten, etwa Curaçao sollte man aber auf jeden Fall meiden.

Der Kampf gegen illegales Glücksspiel

Neueste Schätzungen gehen davon aus, dass über 60 % der Online Glücksspielumsätze von ausländischen Anbietern umgesetzt werden. Österreich beharrt daher immer schärfer auf sein Glücksspielmonopol und denkt auch über Internetsperren von ausländischen Anbietern nach. Inwiefern das technisch durchsetzbar ist, ist freilich ein andere Frage.

Ein weiteres heißes Thema sind aber auch illegale Spielautomaten, welche in Bars, Kaffees, Tankstellen und anderen Treffpunkten aufgestellt werden. Zwar werden immer wieder bei Razzien unzählige illegale Automatenspiele beschlagnahmt, aber der Markt scheint nicht auszutrocknen.

Experten meinen dazu, dass Verbote in diesen Bereichen den halb- bis illegalen Anbietern sogar helfen. Reduziert man das legale Angebot, so gehen Spieler eben zu den nicht-legalen Anbietern und spielen dort weiter.

Gerade beim Online Angebot ist eine Limitierung besonders sinnlos, da der geneigte Spieler immer einen Anbieter finden wird. Hier schlägt eine neue Studie daher vor, den Markt zu öffnen und Lizenzen an finanzstarke, ausländische Anbieter zu vergeben. Das würde für mehr Wettbewerb sorgen, den Spielerschutz verbessern und zugleich die Staatseinnahmen erhöhen.

Leider ist Glücksspiel in Österreich jedoch ein sehr belastetes Thema. Es ist daher nicht abzusehen, dass in nächster Zeit eine ordentliche Lösung auf den Tisch kommt. Wahrscheinlicher ist vielmehr, dass mit Internetsperren versucht wird, das Angebot künstlich zu beschränken.